Dienstag, 3. September 2013

22:40 - 03.09.2013

die blätter fallen, der wind weht. eine bunte landschaft voller künste entsteht.  und doch ist es trist. bitter, kalt, verloren. ein gedanke, man spürt, dass man etwas vermisst. tage voller sehnsucht ziehen vorüber. die vögel beginnen ihre reise. eine pfütze, und ein einsamer tropfen, zurückgelassen vom letzten regen, rinnt am ast des baumes herab, hinein. dein spiegelbild verschwimmt, zu erkennen ist nichts mehr, drum blick nicht rein. gewiss, schwebt ein hauch von melancholie in der luft, dies ist nicht abzustreiten. doch hier handelt es sich auch um außerordentliche zeiten. erneut eine frische brise, die rot-braunen blätter tanzen im wind, sie umkreisen bäume und lassen sich zu boden sinken, um mit dem nächsten windstoss erneut den walzer des herbstes zu tanzen. die enten schwimmen ihre bahnen, kämpfen um das gebliebne brot. wie schön ichs fänd ein boot zu haben in zeiten dieser not. weit entfernt ans meer zu segeln, dann von stadt zu stadt wohin's mich verschlägt. wenns nur nicht so viel schlimmes gäbe, was ihr auf der welt alles nicht säht. die gaunereien der halunken, die zuviel getrunken. die bank ist feucht, der boden matsch. die heutige welt alles quatsch. irrsinn, verrückt, total bekloppt. worauf wartet ihr noch erhebt euch, flott. hurtig, hurtig, müsst was tun, währrend die reichen nichts kümmert und sie auf ihren thronen ruhn. mir wird ganz schwindlig, der wind ganz still. ich weiß nicht mehr wer ich bin und was ich will. meine haut wird blass mein herz raßt. oh nein, wehe dir ich beiße gleich ins graß. mich schüttelts, mich grauts. vielleicht war es das was ich aß. oh weh, vergiftet habn se mich, ach wenn ich die erwisch. und so saß ich da, fluchte ohne sinn und schließlich legte ich mich auf das bänkchen hin.

innerer monolog eines alten mannes, worte die nie gesprochen wurden.

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